Turandot

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Samstag 22 Sep 2018 19:30
Staatenhaus am Rheinpark
Rheinparkweg 1
50679 Köln

Veranstaltungsinfos

Dramma lirico in drei Akten
Libretto von G. Adami und R. Simoni
nach dem gleichnamigen Theaterstück von Carlo Gozzi
Musik von Giacomo Puccini (1858-1924)

Mit "Nessun dorma …" ("Keiner schlafe …"), den ersten Worten der wohl berühmtesten Tenorarie Puccinis, greift Prinz Kalaf den gleichlautenden kaiserlichen Erlass auf: Bei Todesstrafe sind die Bewohner Pekings dazu angehalten, unter Verzicht auf Schlaf seinen Namen herauszufinden. Der Tatarenprinz hat vermocht, was keinem zuvor gelang: Er hat die drei Rätsel gelöst, die Prinzessin Turandot jedem ihrer Bewerber zu stellen pflegt. Damit hat er nicht nur unerwarteter Weise seinen Kopf gerettet, sondern auch das Recht erworben, die Prinzessin zu heiraten. Da sich diese, entgegen der Abmachung, dazu nicht wirklich bereitfindet, hat der Prinz ihr – freiwillig, unter erneutem Einsatz seines Lebens – das Ultimatum gestellt, innerhalb einer Nacht seinen Namen herauszufinden …

Mit allem hatte Prinzessin Turandot gerechnet, nicht jedoch damit, sich einmal tatsächlich einem Mann ergeben zu müssen. Unter Verweis auf eine sagenhafte Prinzessin, die sich vor Urzeiten nach einer Vergewaltigung das Leben genommen hat, hat sie sich jeglicher Annäherung der Männer bisher erfolgreich entzogen und sich aller Bewerber durch das tödliche Rätselraten entledigt. Nun – zu Beginn der zweiten Hälfte dieser Oper – besteht ihre einzige Chance, "unerkannt" bleiben zu dürfen, darin, den Namen des Prinzen in Erfahrung zu bringen.

Es sollte Puccinis letzte Oper bleiben, und in keinem seiner Werke stellt sich die Annäherung des zentralen "Liebespaares" aneinander gefahrvoller und rätselhafter dar als hier. Bis zum Ende geht es einzig darum, die Liebe der Frau zum Erwachen zu bringen.
Fragile emotionale Zustände kontrastieren in seiner exotischen, ostasiatisches Flair entfaltenden "Turandot" mit größtmöglicher Kraft- und Prachtentfaltung: Was die Anforderungen betrifft, die dieses Werk stellt – den großen Orchesterapparat, die gewaltigen Massenszenen, die exorbitant hochdramatische Titelpartie betreffend – hat Puccini sich hier so weit vorgewagt wie noch nie.

Mit dieser Inszenierung stellte sich die junge, viel beachtete Regisseurin Lydia Steier erstmals in Köln vor. Am Pult steht Maestro Claude Schnitzler, in Köln zuletzt mit Puccinis "Madama Butterfly", "La Bohème" und Jules Massenets "Manon" erfolgreich.

Musikalische Leitung Claude Schnitzler / Inszenierung Lydia Steier / Bühne & Video fettFilm (Momme Hinrichs, Torge Møller) / Kostüme Ursula Kudrna / Licht Andreas Grüter / Dramaturgie Georg Kehren

Turandot
Catherine Foster / Erika Sunnegårdh
Altoum
Alexander Fedin
Timur
Önay Köse / Lucas Singer
Calaf
Martin Muehle
Liù
Ivana Rusko / Yitian Luan
Ping
Wolfgang Stefan Schwaiger / Hoeup Choi
Pang
Jeongki Cho
Pong
Young Woo Kim / Martin Koch
Ein Mandarin
Insik Choi / Michael Mrosek
Chor
Chor der Oper Köln
Extrachor
Extra Chor
Kinderchor
Mädchen und Knaben des Kölner Domchores
Orchester
Gürzenich-Orchester Köln