Freitags-Konzert-Abo 12 - Saison 22/23

Freitag 02 Sep 2022 - Freitag 16 Jun 2023
Kölner Philharmonie
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Veranstaltungsinfos

Zwölfmal Spitzenklassik mit dem WDR Sinfonieorchester um 20 Uhr in der Kölner Philharmonie - steigen Sie jederzeit ein und sparen Sie 40 Prozent gegenüber dem Einzelkartenerwerb.

Hadelich & Dvorák – 2. September 2022

„Originell, kantilenenreich und für gute Geiger!“ So wollte Antonín Dvoráks Verleger das Violinkonzert haben, das er bei dem böhmischen Romantiker in Auftrag gab. Der international gefeierte Geigenvirtuose Augustin Hadelich stellt sich damit als neuer "Artist in Residence" des WDR vor - und er würdigt damit ein Werk, das trotz seiner mitreißenden, an tschechischer Nationalmusik orientierter Rhythmik, seiner süß schwelgenden Melodik und seinem Farbentum ein wenig im Schatten anderer Violinkonzerte des 19. Jahrhunderts steht. Hadelich, weltweit für seinen großen, ausdrucksvollen Ton gelobt, spielt auch in Köln die über 270 Jahre alte Guarneri „Leduc“ - einst das Instrument des berühmten Kollegen Henryk Szeryng.

Antonín Dvorák
Konzert a-Moll
für Violine und Orchester op. 53

Sergej Rachmaninow
Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27

Mitwirkende:

Augustin Hadelich Violine
WDR Sinfonieorchester
Cristian Macelaru
Leitung

Weinberg & Schostakowitsch + Livestream – 23. September 2022

Waren ihre Stile auch völlig unterschiedlich – es verband sie doch eine enge künstlerische Freundschaft. Wenn der eine etwas komponierte, zeigte er es als erstes dem anderen: Mieczyslaw Weinberg und Dmitrij Schostakowitsch hatten sich kennengelernt, nachdem Weinberg dem Kollegen mitten in den Schrecken des Zweiten Weltkriegs seine erste Sinfonie zugesandt hatte. Gemeinsam fanden sie - jeder für sich – eine Sprache des Aufbegehrens gegen das ehemalige Sowjet-Regime. In seinem Cellokonzert lässt Weinberg seine jüdische Herkunft durch Klezmer-Anklänge aufleuchten. Dem gegenüber steht Schostakowitschs sinfonischer Abgesang – seiner von herb-heiterer Verklärung und klanglicher Leichtigkeit geprägten letzte Sinfonie.

Mieczyslaw Weinberg
Konzert c-Moll
für Violoncello und Orchester op. 43

Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 15 A-Dur op. 141

Mitwirkende:

Edgar Moreau Violoncello
WDR Sinfonieorchester
Andris Poga
Leitung

Jubiläumskonzert: Carmina burana – 28. Oktober 2022

Neue Musik stand ja immer im Zentrum des Orchesters und des Chores des WDR - und wenn diese beiden Ensembles in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen feiern, dann ist es nur angemessen, wenn im Jubiläumskonzert nicht nur eine Uraufführung, sondern dazu hervorstechende Werke des 20. Jahrhunderts erklingen - sozusagen als Reminiszenz an ihre jeweils vielseitige Geschichte. Ein wahres spektakuläres Klangfeuerwerk bildet dabei natürlich Carl Orffs "Carmina burana" - eines der populärsten Klassikwerke überhaupt. Mit seiner die Zeiten vom Mittelalter bis zur Neuzeit überspannenden Aussagekraft zu den uralten Themen Mensch und Schicksal ein besonders effektvoller Beitrag zum klingenden Geburtstagsfest!

Zosha di Castri
Pentimento
(Uraufführung)
Kompositionsauftrag des WDR
- Miniatur der Zeit –

Witold Lutoslawski
Konzert für Orchester

Carl Orff
Carmina burana
Cantiones profanae für Soli, Chor und Orchester

Mitwirkende:

Sarah Aristidou Sopran
Wolfgang Ablinger-Sperrhacke Tenor
Markus Werba Bariton
Knaben und Mädchen der Kölner Dommusik
NDR Vokalensemble
WDR Rundfunkchor
Simon Halsey
Choreinstudierung
WDR Sinfonieorchester
Cristian Macelaru
Leitung

Helmchen & Beethoven – 18. November 2022

Er spiele "nicht prinzlich oder königlich, sondern wie ein tüchtiger Klavierspieler". Dies  bescheinigte Ludwig van Beethoven dem als Pianist und Komponist gleichermaßen hoch begabten preußischen Prinzen Louis Ferdinand - und widmete ihm sein vom heroischen Stil geprägtes drittes Klavierkonzert. Auch Schumann und Liszt schätzten die Werke des Adligen, der im Kampf gegen Napoleons Truppen mit nur 34 Jahren ums Leben kam. Sein 250. Geburtstag ist Anlass, auch mit einem Auftragswerk an den begabten Preußen zu erinnern. Dafür hat der WDR den Henze-Schüler Detlev Glanert eingeladen, der für seine Fähigkeit, schöpferische Verbindungen zwischen Geschichte und Moderne zu knüpfen, bekannt geworden ist.

Franz Liszt/Detlev Glanert
Élégie sur des motifs du
Prince Louis Ferdinand de Prusse
(Uraufführung)
Kompositionsauftrag des WDR

Ludwig van Beethoven
Konzert Nr. 3 c-Moll
für Klavier und Orchester op. 37

Robert Schumann
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Mitwirkende:

Martin Helmchen Klavier
WDR Sinfonieorchester
Dima Slobodeniouk
Leitung

Jacquot & Debussy + Livestream – 2. Dezember 2022

Schon als Kapellmeisterin an der Deutschen Oper am Rhein hat Marie Jacquot ihren Sinn für die packende Gestaltung musikalischer Bilder bewiesen. Jetzt führt der Shooting Star unter den Dirigentinnen durch die Welt musikalischer Meeres-Gemälde - mit dem Ozean als Helden sinfonischer Klangdramen. Tristan führt Isolde über das Meer, beide verfallen einer unauflöslichen Liebe. Bei Ernest Chausson rauschen die Wellen und schäumt die Gischt in impressionistischer Schönheit als Einkleidung eines Mezzosoprans. Und ein symbolistisches Gemälde vom Meeresgestade diente dem 1970 geborenen Schotten David Horne als Inspiration für sein Orchesterwerk "The Turn of the Tide".

David Horne
The Turn of the Tide

Ernest Chausson
Poème de l'amour et de la mer
für Solostimme und Orchester

Richard Wagner
Vorspiel und Liebestod
aus "Tristan und Isolde"

Claude Debussy
La mer
Drei sinfonische Skizzen für Orchester

Mitwirkende:

Michèle Losier Mezzosopran
WDR Sinfonieorchester
Marie Jacquot
Leitung

Hadelich & Sibelius – 16. Dezember 2022

"Mein Ton soll ausdrucksvoll sein, nicht dick. Ich denke dabei an eine Liedstimme", sagt Augustin Hadelich. Und das ist ein Musizierstil, der dem Violinkonzert von Jean Sibelius eine ganz besondere Ausdruckskraft verleiht - hebt das Stück doch in seiner rauen, die Eindrücke nordischer Landschaften einfangenden Sprache wie eine frei improvisierte Rhapsodie eines Barden an. Da wirken Maurice Ravels Walzer-Apotheose "La Valse" mit ihren überbordenden, grell gefärbten, wirbelnden Klangwolken und Guillaume Connessons hochexpressives, von rhythmischen Eruptionen geprägtes Orchesterstück "Flammenschrift" als vulkanisch kochendende Kontraste.

Guillaume Connesson
Flammenschrift

Jean Sibelius
Konzert d-Moll für Violine und Orchester op. 47

Albert Roussel
Suite Nr. 2 aus dem Ballett
"Bacchus et Ariane" op. 43

Maurice Ravel
La Valse
Choreographisches Gedicht für Orchester

Mitwirkende:

Augustin Hadelich Violine
WDR Sinfonieorchester
Stéphane Denève
Leitung

Ravel & Tschaikowsky – 13. Januar 2023

Romantische Klangsinnlichkeit, jazzige Melodien! Aber auch die Schönheit klassizistischer Ebenmäßigkeit verbindet Maurice Ravel in seinen beiden Klavierkonzerten, die er zeitgleich komponierte. Zwei Klavierkonzerte an einem Abend, die selten zusammen in einem einzigen Konzert erklingen - in besten Händen bei Kirill Gerstein. Und als großes Vorspiel zu einer "heimlichen" Sinfonie Tschaikowskys: Der russische Romantiker dehnte in der von Byron inspirierten Komposition die Gattung der Sinfonie zu einer großen, mehrteiligen sinfonischen Dichtung und erzählt das legendäre Drama um den einsamen Helden Manfred mit einem riesigen Orchesterapparat bis hin zum monumentalen Finale nach.

Maurice Ravel
Konzert D-Dur für Klavier
– linke Hand – und Orchester

Konzert G-Dur für Klavier und Orchester

Peter Tschaikowsky
Manfred
Sinfonie in vier Bildern op. 58

Mitwirkende:

Kirill Gerstein Klavier
WDR Sinfonieorchester
Andris Poga
Leitung

Faust & Macelaru – 10. Februar 2023

Mit seinem zweiten Violinkonzert schuf Bartók sein letztes großes Werk vor seiner Emigration in die USA. Isabelle Faust, eine der gefragtesten Geigerinnen derzeit, wird die Essenz dieses Werkes erkunden - gefolgt von Prokofjews monumentaler Fünfter, die der Komponist ein "Lied auf den freien und glücklichen Menschen" nannte und in der er eine selten zu erlebenden Masse an Orchesterinstrumenten auf das Podium schickte. Bartók und Prokofjew stehen auf dem Boden slawisch-osteuropäischer Musik. Deren klassischer Ahne Antonín Dvorák kommt mit der von politischen Krisen und konfrontierenden Weltanschauungen freien und vor Lebensfreude funkelnden Karneval-Ouvertüre zu Wort.

Antonín Dvorák
Karneval op. 92
Konzertouvertüre

Béla Bartók
Konzert Nr. 2 für Violine und Orchester

Sergej Prokofjew
Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100

Mitwirkende:

Isabelle Faust Violine
WDR Sinfonieorchester
Cristian Macelaru
Leitung

Macelaru & Brahms – 10. März 2023

Gelöst, heiter, geradezu "wolkenlos" und im Finale von mitreißenden ungarischen Tanzrhythmen geprägt: Das ist Johannes Brahms‘ zweites Klavierkonzert, dessen Unbeschwertheit nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass es wegen des herausfordernden Soloparts und seiner ungewöhnlichen Ausdehnung über vier Sätze zu den herausforderndsten Vertretern seiner Gattung gehört. Neue Ufer suchte Brahms auch in seiner vierten Sinfonie, deren "Geschmack" er selbst als "herb" bezeichnete und bei der er im Finale für eine Überraschung sorgte: In den Variationen über eine ernst-monumentale Akkordfolge, gekleidet in eine Abfolge von einzelnen hochexpressiven Abschnitten zeigt er sich in diesem Spätwerk als romantischer Nachkomme barocker Meister.

Johannes Brahms
Konzert Nr. 2 B-Dur
für Klavier und Orchester op. 83

Klaus Lang
Caritas
(Uraufführung)
Kompositionsauftrag des WDR
– Miniatur der Zeit –

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Mitwirkende:

Simon Trpceski Klavier
WDR Sinfonieorchester
Cristian Macelaru
Leitung

Jussen & Mendelssohn – 12. Mai 2023

Als Wunderkind an der Schwelle zur Meisterschaft zeigt sich Mendelssohn in der berühmten "Sommernachtstraum"-Ouvertüre, die er mit nur 17 Jahren schrieb und die zum Inbegriff romantischer orchestraler Zauberwelten geworden ist. Weniger bekannt ist das zwei Jahre ältere Konzert für zwei Klaviere, mit dem das aufsehenerregende niederländische Klavierduo Lucas und Arthur Jussen seine Kölner Erfolgsgeschichte fortsetzt. Auch Sergej Prokofjew hat Shakespeares dramatische Kraft in Musik verwandelt: Sein Ballett "Romeo und Julia" erzählt in einzelnen Kapiteln die berühmteste Liebesgeschichte der Welt, die sich gegen die Gewalt familiärer Auseinandersetzungen behaupten muss.

Felix Mendelssohn Bartholdy
Ouvertüre zur Musik zu
Shakespeares Komödie "Ein Sommernachtstraum" op. 21

Konzert As-Dur für zwei Klaviere und Orchester

Sergej Prokofjew
Suite aus dem Ballett "Romeo und Julia" op. 64
in der Zusammenstellung von Krzysztof Urbanski

Mitwirkende:

Lucas und Arthur Jussen Klavier
WDR Sinfonieorchester
Krzysztof Urbanski
Leitung

Piemontesi & Mozart – 26. Mai 2023

"Mozart ist Millimeterarbeit", sagt der Pianist Francesco Piemontesi - und meint damit den schmalen Grat, auf dem man zwischen unverbindlicher Glätte und aufgesetztem Ausdruck balancieren muss. Nur wenige große Werke hat der Klassiker in Moll geschrieben. Eins davon ist sein Klavierkonzert mit der KV-Nummer 466, eine Schöpfung zwischen Melancholie und Dramatik, zwischen transparenter Poesie und der Kraft ungestümen Aufbegehrens - übrigens nicht zufällig eines der Lieblingsstücke von Ludwig van Beethoven. Ihm zur Seite steht die selten zu hörende erste Sinfonie von Edward Elgar - ein Erstling, mit dem er unmittelbar nach der Uraufführung so viele Erfolge feiern konnte wie kein englischer Komponist vor ihm.

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert d-Moll
für Klavier und Orchester KV 466

Edward Elgar
Sinfonie Nr. 1 As-Dur op. 55

Mitwirkende:

Francesco Piemontesi Klavier
WDR Sinfonieorchester
Sir Andrew Davis
Leitung

Macelaru & Mahler – 16. Juni 2023

Gustav Mahlers Mahlers sinfonische Klangwelten haben ihre Wurzeln auch in der Musik des osteuropäischen Raums. Die Werke von Dvorák und Bartók, deren kreative Kraft aus derselben Kulturlandschaft stammt, sind daher interessante Bezugspunkte für Mahlers Erste, in der der Komponist seine Idee von einer "Sinfonie als Weltenbau" zum ersten Mal konsequent durchsetzte. Mit dem französischen Geiger Renaud Capuçon ist Bartóks Violinkonzert Nr. 1 mit einem international gefeierten Violinstar zu erleben. Das Werk, das der Komponist mit 27 Jahren vollendete und einer - unerwidert - geliebten Geigenvirtuosin widmete, blieb zu Bartóks Lebzeiten als nie erklungene Liebeserklärung in der Schublade. Erst 1958 erlebte es seine Uraufführung.

Antonín Dvorák
Romanze f-Moll
für Violine und Orchester op. 11

Béla Bartók
Konzert Nr. 1
für Violine und Orchester op. posth.

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur
"Titan"

Mitwirkende:

Renaud Capuçon Violine
WDR Sinfonieorchester
Cristian Macelaru
Leitung